Das Leben zerstören in 140 Zeichen – Justine Sacco macht es vor – die Haterwelle schwappt lange nach

Vor ein paar Tagen sorgte Justine Sacco, ehemalige Communication Director bei IAC (u.a. Ask.com, Match.com, Vimeo, About.com, CollegeHumor), mit einem kurzen Tweet mit weniger als 140 Zeichen für einen großen Aufruhr, der so nicht geplant war. Ihr Leben scheint seit dem zerstört und die Welle der Hater schlägt noch immer große Wellen.
Am 20.12.2013 ging es für Justine Sacco nach Süd Afrika – was sie auch via Twitter verkündete. Leider hat sie hierfür, sagen wir mal „die falschen Worte“ gewählt hat. „Going to Africa. Hope I don’t get AIDS. Just kidding. I’m white!“ Frei übersetzt beudetet es: “Ich fliege nach Afrika. Hoffentlich bekomme ich kein AIDS. Nur Spaß – ich bin ja weiß!„. Dazu kann man erst einmal nur sagen: Holy Shit! Jeder hat vermutlich schon einmal irgendwas gepostet, ohne richtig nachzudenken, dieser Tweet schlägt aber ein wie eine Bombe. Frau Sacco verdient ihr Geld mit der Kommunikation und den Sozialen Netzwerken – sollte man dann nicht wissen, was hier ein einzelner Tweet auslösen kann?

Nach dem Tweet begab sich Sacco auf den Flug von England nach Süd Africa – eine Zeit, die sie hätte besser nutzen müssen nach diesem Tweet! In der Zwischenzeit hat sich dieser in Windeseile verbreitet und alle Welt Twittert seit dem mit dem Hashtag #HasJustineLandedYet über die Geschehnisse. Und hier greift das allgemeine Problem des Mobbing wieder ein, welches im Internet, umgeben von Anonymität eine noch stärkere Auswirkung haben kann als im realen Leben. Mittlerweile gibt es nicht nur unzählige Fake-Accounts von Justine Sacco, sondern auch aber-millionen Shitstorm-Posts auf Facebook, Twitter und Co, die es der jungen Frau nicht leicht machen.

Berufstechnisch ist es erst einmal vorbei in der Kommunikations-Branche. Nach diesem Tweet kam die Meldung von ihrem Chef:

This is an outrageous, offensive comment that does not reflect the views and values of IAC.  Unfortunately, the employee in question is unreachable on an international flight, but this is a very serious matter and we are taking appropriate action.

Mittlerweile soll sie gekündigt sein – die Hater-Welle schwacht allerdings nicht ab.

Dieser unschöne Situation mit einer Hasswelle, wie man sie nur selten gesehen hat, zeigt mal wieder, wie unschön das Internet doch sein kann. Noch ist unbestätigt, ob dieser Tweet nicht vielleicht doch nur von jemandem stammt, der ihr Smartphone geklaut hat und sich einen Spaß machen wollte und Justine nun in Süd Afrika sitzt, mit einem zerstörten Leben und keiner Chance, das alles wieder gut zu machen.

Meine Meinung:

Klar ist das eine harte Aussage, die man so einfach nicht öffentlich sagen darf – aber ein so heftiger Shitstorm ist einfach zu viel! Fast alle haben doch bestimmt schon einmal etwas nicht so ganz ausländerfreundliches gesagt oder gedacht. Da sollte man vielleicht sich selber mal Gedanken machen. Und vor allem sie die jenigen, die ihren Hass nun gegen Justine drücken über das Internet, nicht viel besser. Gibt ihr eine Chance sich zu endschuldigen und nehmt diese gefälligst an wenn sie sinnvoll klingt! Nur so können wir, die nicht so etwas in den Sozialen Netzen teilen zeigen, dass man Fehler vergeben kann – und das ist doch gerade zum Weihnachtsfest wichtig.

Was ist eure Meinung zu diesem Thema? Ein Ausrutscher der unverzeihlich ist, oder kann man es verzeihen?

lacer92

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